Shopping-Center-Erfolgsrezepte SES-CEO Marcus Wild

Megatrend Multifunktionalität

Was sind die Strategien der Zukunft in der Entwicklung von Shopping-Hotspots?

Marcus Wild: Modernes Shoppen beinhaltet heute urbanes Leben, in dem Freizeit, Wohnen, Arbeiten und Shoppen miteinander verbunden sind. Das schafft Synergien und wird auch von der politischen Raumordnung gefordert. Aufenthaltsqualität, Kulinarik, emotionale Präsentation, außerordentliche Services, der Faktor Mensch, Beratung und Betreuung sind lebendige Themen, die nur der stationäre Handel bieten kann. Das vielzitierte Prinzip „Food is the New Fashion“ lässt der Gastronomie eine Ankerfunktion zukommen. Die Strategien für die Zukunft des stationären Handels liegen klar in der Individualisierung und damit der Personalisierung von Produkten, der konsequenten Zielgruppenorientierung, dem noch stärkeren Kundenfokus mit Beratung und Betreuung sowie dem Trend zu sozialem Engagement.

Was sind die Voraussetzungen für die Zukunft des stationären Handels in Städten?

Marcus Wild: In der Zusammenarbeit von Handelsstandorten mit Innenstädten sollte es immer ein gemeinsames Ziel geben: Die Kaufkraft in der Stadt zu halten. Es gibt auch zunehmend Bedarf in Sachen Handels-Know-How von Städten. SES ist in dieser Hinsicht Partner in einem Pionierprojekt – der Seestadt Aspern - und entwickelt und betreibt gemeinsam mit der Stadt Wien Österreichs erste gemanagte Einkaufsstraße.

Wohin geht der Trend in den nächsten zehn Jahren?

Marcus Wild: Zu noch mehr Flexibilität und Informations-Transparenz. Shopping-Center erfüllen viele Funktionen. Shopping allein wird zu wenig sein, die Center sind Treffpunkte und Marktplätze. Es geht darum, dass sich die Menschen emotional wohlfühlen und unsere Shoppartner erfolgreich sind.

ZUM GESAMTEN AUTORENBEITRAG, ERSCHIENEN IM EHI-SHOPPING-CENTER-REPORT 2018